Akame Sushi
Japanischer Riesenbarsch

akame sushi

Was ist Akame アカメ 【赤目】?

Die japanische Bezeichnung für den Japanischen Riesenbarsch lautet Akame. Er wurde lange Zeit für die gleiche Art wie Barramundi gehalten. Erst seit der neueren Zeit wird zwischen beiden Fischen wissenschaftlich unterschieden. Der Japanische Riesenbarsch ist ein seltener Fisch, so dass es gut möglich ist, dass es sich tatsächlich um den Barramundi handelt, wenn Ihnen Akame auf der Speisekarte oder im Saramori begegnet.

Akame für Sushi und Sashimi

Sein helles und festes Fleisch ist für die Zubereitung von Sushi und Sashimi gut geeignet. Das Fleisch ist weiß und leicht durchsichtig. Der Geschmack ist zurückhaltend, begleitet von einer dezenten Süße und mineralischen Aromen. Der Geschmack des Akame Fleischs ähnelt dem seines Verwandten, dem Japanischen Barsch (Suzuki). Für den guten Geschmack entscheidend, sind der Fang aus einem unverunreinigten Habitat und eine sachgerechte Verarbeitung. Die Aromen des Akame Fleischs gewinnen deutlich an Qualität und Intensität wenn der Fisch unter kontrollierten Bedingungen gereift wird.

Akame in Japan

Akame zählt neben Itō (イトウ) und Biwa-kōonamazu (ビワコオオナマズ) als einer der drei großen „Phantomfische“ (kai-gyo, 怪魚) in Japan. Seit dem Jahr 2017 ist im Toba-Aquarium der Präfektur Mie wieder ein Akame Teil der Ausstellung.

Die Übersetzung des Wortes Akame aus dem Japanischen bedeutet „rotes Auge“ und beschreibt sinnbildlich die Reflektion seiner Augen, die im Licht rötlich schimmern.

Charakteristika & Ökologie

Das Verbreitungsgebiet von Akame erstreckt sich entlang der südlichen Pazifikküste des japanischen Archipels, mit einem Hauptgebiet, das von der Präfektur Kochi bis Miyazaki reicht.

Ausgewachsene Exemplare sind silbrigweiß. Jungfische hingegen besitzen eine dunkelbraune Farbe, gelbweiße vertikale Linien auf der Stirn und gelbweiße horizontale Streifen und Flecken auf der Körperseite, wodurch sie sich von den erwachsenen Fischen unterscheiden. Ausgewachsene Individuen sind große Fische mit einer Gesamtlänge von über 1 m. Akame ist fleischfressend und ernährt sich hauptsächlich von kleineren Beutefischen. Sie sind nachtaktiv, sehr wachsam und dringen oft nachts oder an Regentagen in Brackwassergebiete ein. Als Bodenbewohner, der auf die Lebensräume von Ästuaren und großen Flüssen in den östlichen Küstengebieten des Landes beschränkt ist, ist er von der Zerstörung seines Lebensraums bedroht. Auch durch systematische Verschlechterung der Umweltbedingungen im Brackwasser, wie z.B. ein starker Rückgang der Seegrasbestände und der durch Fischerei versuchte Mangel an Nahrung, bedroht die Bestände. Um die vorhandenen Bestände zu schützen, gilt seit dem Jahr 2006 in der Präfektur Miyazaki ein Fangverbot für Akame.

Phantomfisch

Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich bei Akame und Barramundi um ein und dieselbe Spezies handelt. Erst im Jahr 1984 konnte Akame als eigenständige Art wissenschaftlich beschrieben werden (Katayama und Taki, 1984). Dabei war Akame den Fischern in Japan bereits vorher durchaus bekannt, seine relative Seltenheit brachte ihm jedoch den Ruf eines „Phantomfischs“ ein.

Ökonomie

Da es sich bei dem Akame um eine seltene Spezies handelt, spielt er dementsprechend in der kommerziellen Fischerei keine bedeutende Rolle. Einzig von Sportfischern und der regionalen Fischerei wird der Fisch vereinzelt angelandet. Eine mögliche Verwechslung mit dem Barramundi-Fängen ist stets in Betracht zu ziehen.

Warnungen

Generell sollte vom Verzehr von Zutaten abgesehen werden, die nicht ausdrücklich für den Rohverzehr gekennzeichnet sind.

Fische und Meeresfrüchte aus besonders küstennahen oder landeingeschlossenen Gewässern, können durch unterschiedliche Mengen von Industriechemikalien, darunter Schwermetalle und Pestizide, verunreinigt worden sein. Diese Schadstoffe können sich in Konzentrationen anreichern, die durch regelmäßigen Verzehr zu Gesundheitsproblemen beim Menschen führen können. Die Konzentrationen dieser Schadstoffe können bei einzelnen Fischen der gleichen Art vom gleichen Ort erheblich variieren, abhängig von Faktoren wie Expositionsdauer, Fettgehalt, Größe, Alter und Geschlecht.

Raubfische, die an der Spitze der Nahrungskette stehen, akkumulieren Schwermetalle (insbesondere Methylquecksilber), die sie durch den Verzehr kleinerer Fische aufnehmen. Aus diesem Grund können die Fische erhebliche Mengen an Schwermetallen enthalten. Schwangere Frauen und stillende Mütter sollten vom Verzehr absehen.

Quellen und weiterführende Literatur

  • [Froese & Daniel, 2019]: Rainer Froese, Pauly Daniel. FishBase. The Leibniz Institute of Marine Sciences at the University of Kiel, FishBase.org. 2019. Online abgerufen am: 24. Dezember 2020
  • [Fujiwara, 2020]: Masataka Fujiwara 昌髙藤原. Bozu Konyaku's Market Fish and Shellfish Book ぼうずコンニャクの市場魚貝類図鑑. Bozu Konnyaku Co., Ltd., Tokyo ぼうずコンニャク株式会社東京, zukan-bouz.com. 2020
  • [Katayama & Taki, 1984]: Masao Katayama, Yasuhiko Taki. Lates japonicus a New Centropomid Fish from Japan. Japanese Journal of Ichthyology Vol. 30 (4). Ichthyological Society of Japan. 1984
  • [Miyazaki, 2012]: Overview of designated rare wild animals and plants (Akame), Updated: December 21, 2012 (指定希少野生動植物の概要(アカメ), 更新日:2012年12月21日). Wildlife, Natural Environment Division, Ministry of Environment and Forestry (環境森林部自然環境課野生生物担当), Miyazaki (宮崎県), pref.miyazaki.lg.jp. 2012. Online abgerufen am: 23. Dezember 2020: http://www.pref.miyazaki.lg.jp/shizen/kurashi/shizen/akame.html
  • [Wikipedia.jp, 2020]: Wikipedia authors (ウィキペディアの執筆者). Akame (アカメ). wikipedia (へようこそ). 2020. Online abgerufen am: 6. Mai 2020: https://ja.wikipedia.org/w/index.php?title=アカメ&oldid=77409243

Information

Illustration

Gzeichnete Darstellung für die Sushi Zutat namens akame

Gewöhnliche Namen

Japanischer Riesenbarsch

Japanische Namen

  • akame (アカメ)
  • kawanube (カワヌベ)
  • maruka (マルカ)
  • mehikari (メヒカリ)
  • minouo (ミノウオ)
  • okinofuna (オキノフナ)
  • okinokoi (オキノコイ)

赤目

Wissenschaftlicher Name

Lates japonicus

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